Tournee nach Tübingen 2018

Konzerte

15. September 2018, 20.00
Tübinger Motette, Stiftskirche Tübingen
Kostenlos Eintritt
Tübinger Motette Website

16. September 2018, 17.00
Solitude-Soirée, Schloss Solitude, Stuttgart.
Eintritt €10. (Kasse öffnet um 16.30).
Solitude-Soirée Website 

Programm

Thomas Tomkins: Motette O Sing unto the Lord für 7 Stimmen SSAATBB
James MacMillan: Motette A New Song für 4 Stimmen SATB und Orgel
Johann Pachelbel: Motette Singet dem Herrn für 2 Chöre SATB und Continuo
Henry Purcell: O Sing unto the Lord Verse Anthem für Bariton, gemischte Solisten, Chor SATB und Orgel
*Johann Dietrich Buxtehude: Choralvorspiel Nun lob’, mein’ Seel’ den Herren, BuxWV 215
Heinrich Schütz: Canzon Nun lob’, mein’ Seel’, den Herren, SWV 41 für 2 Chöre SATB und Orgel
J. S. Bach: Choral Nun lob’ mein Seel’ den Herren
*Michael Praetorius: Variationen für Orgel auf Nun lob mein Seel den Herren
William Byrd: Motette Cantate Domino für 6 Stimmen SSATBB
J. S. Bach: Motette Singet dem Herrn ein neues Lied, BWV 225 für 2 Chöre SATB und Continuo

(*Orgelwerke – nur Solitude-Soirée)

Durham Singers Kammerchor
Orgel: Francesca Massey
Leitung: Julian Wright 

Programmnotiz:

Die freudige Ermahunung unsere Stimmen zu erheben und dem Schöpfer ein Loblied zu singen findet sich in vielen der Psalmen und hat Komponisten seit jeher inspiriert. Unsere Aufführung heute findet mit J.S. Bachs Singet dem Herrn (BWV225) in einem der Meisterwerke der Chormusik jedweder Epoche ihren Höhepunkt. Darauf hinführend haben wir versucht, die verschiedendsten settings der grossen Lobespsalemn, aus England und Deurtschland, miteinander zu verbinden und dabei sowohl den mehrchörigen Stil älterer deutscher Barockkomponisten und dem freien „verse anthem“ Stil Purcells gerecht zu werden, in dem ein Bariton reich verzierte, virtuose Solos singt, neben verschiedenen ausdrucksvollen Abschnitten für den Chor. Wir konzentrieren uns auch auf die wohlbekannte Choralmelodie „Nun lob‘ mein’ Seel‘ den Herren“, die Bach in den zentralen Abschnitt von „Singet dem Herrn“ setzt und die auch bei vielen Komponisten vor ihm beliebt war, wie zum Beispiel auch bei Schütz.

Über uns

Die Durham Singers wurden Anfang der siebziger Jahre gegründet und stehen ganz in der Tradition der großen Kammerchöre Großbritanniens. Unser Kernziel ist, mit einem phantasievollen Repertoire und hervorragender Gesangqualität ein breites, vielfältiges Konzertprogramm mit meist unbegleiteter Chormusik anzubieten, das die Zuhörer begeistert.

In Zusammenarbeit mit professionellen Orchestern führen wir auch größere Werke auf, und gemeinsam mit jungen Sängern aus der Region, von denen viele an den großen Konservatorien des Landes studieren werden, haben wir ein beachtliches Outreach-Programm entwickelt. Vor kurzem haben wir dieses Programm auch auf örtliche Schulen ausgedehnt: Chöre der höheren Schulen der Region haben Gelegenheit, mit uns zu singen; und unsere Solisten haben Workshops an hiesigen Grundschulen gegeben. Unser Repertoire reicht von der Renaissance bis zu zeitgenössischer Musik; die Traditionen des großen, unbegleiteten Chorwerks bildet den Kern unseres Repertoires. Wir bieten Konzerte mit reicher musikalischer Vielfalt, die die Zuhörer mit auf eine musikalische Reise nehmen. Wir wollen Live Music als die beste Musikerfahrung vermitteln. Unsere Programme verwandeln Chorauftritte in ein musikalisches Drama.

Unsere Mitglieder bringen sich mit ihren unterschiedlichen musikalischen Erfahrungen ein; uns vereinigt die Liebe zum Gesang, und der schnelle Wechsel des Repertoires gefällt uns sehr. Wir mögen die Herausforderung komplexer achtstimmiger Musik und die Abwechslung musikalischer Stile ebenso wie die Möglichkeit, dies in bewegenden, dramatischen Aufführungen mit unseren Zuhörern zu teilen.

Julian Wright:
Musikdirektor

Seit 2007 ist Julian Wright Leiter der Durham Singers. Julian wurde in Oxford geboren, hat aber über mehrere Generationen zurückreichende verwandtschaftliche Beziehungen zum Nordosten Englands. Er ist jetzt Professor für Geschichte und Leiter der Gewissenschaftlichen Fakultät an der Northumbria Universität. Zuvor war er Dozent an der Universität Durham und hatte ein Postdoc-Stipendium am Christ Church College, Oxford.

Später dann hatte Julian Positionen als Sänger am New College Oxford und an der HM Chapel Royal an St James’s Palace inne. Er spielte eine Anzahl der verschiedensten Rollen, von Figaro bis zu Ferryman (Britten, „Curlew River“), wirkte weithin in Oratorien und entwickelte ein großes Interesse am Kunstlied.

Als Direktor der Durham Singers hat Julian das Repertoire des Chors weiter entwickelt und ausgebaut. Es reicht von Werken der Hochrenaissance bis zu zeitgenössischen Komponisten wie Julian Anderson, Charlotte Bray, Augusta Read Thomas und anderen. Julian gründete auch das Durham Singers Ensemble, ein professionelles Ensemble für historischen Instrumenten, das den Chor bei Aufführungen von Bachs „H-Moll Messe“, Händels „Messiah“ und Haydns „Schöpfung“ begleitet hat und so diese Werke für die Zuhörer neu belebt und nahegebracht hat. Julian fühlt sich der künstlerischen Programmgestaltung stark verpflichtet, daß das Gefühl des Reisens durch die verschiedenen Stile und Epochen erweckt. Unter seiner Führung hat sich der Geschmack des Chors für A Capella Musik als extrem weitreichend entwicket, und verbindet bedeutende Werke wie Coplands „In the Beginning“ oder Brittens „Hymn to St Cecilia“ mit früher geistlicher Musik, von Dunstable über Palestrina bis zu Brahms, oder gar einem leichteren, freundlicheren Repertoire wie Spirituals.

Julian hat eine starke Verpflichtung zum musikalischen Nachwuchsprogramm entwickelt und leitet den Chor in einem für junge (Nachwuchs-)Sänger einmalig fördernden Milieu. Dabei arbeitet er mit führenden, professionellen Musikern zeitgenössischer Instrumente und führt so Jugendchöre (Nachwuchschöre) in das Repertoire des 18. Jahrhunderts ein. Der Chor hat auf seine Anregung hin mit anderen zeitweiligen Dirigenten gearbeitet. Besonders ist hier Robert Hollingworth, der Gründer von l Fagiolini und seine Aufführung mit den Durham Singers von Moteverdis „Marienvesper 1610“ zu nennen und die Zusammenarbeit mit der stellvertretenden Chorleiterin, Francesca Massey.

Francesca Massey:
Stellvertretende Chorleiterin/Orgel

Francesca Massey wurde an der Universität Cambridge und dem Royal College of Music (als eine ABRSM Stipendiatin) ausgebildet. Sie war zunächst Stellvertretende Muiskdirektorin an der Kathedrale von Peterburgh und trat im Jahr 2011 ihre derzeitige Stelle als Stellvertretende Organistin an der Kathedrale von Durham an.

Im Alter von 19 Jahren wurde sie bei ihrem Fellow of the Royal College of Organists (FRCO) Diplom mit den höchsten Preisen ausgezeichnet, und seither wurden ihr die W.T. Best Memorial Scholarship, die Silbermedaille der Worshipful Company of Musicians und der Ian Fleming Award des Musicians Benevolent Fund als weitere Preise und Auszeichnungen verliehen. Francesca hat bei Jeremy Filsey, Kevin Bowyer, David Goode und Andrew Fletcher studiert.

Francesca hat in zahlreichen bedeutenden Konzerthallen, Kathedralen und Kirchen vorgetragen, und mit dem Caius College Chor, mit dem sie auch eine Reihe von vielgelobten CDs aufgenommen hat, ist sie bislang bereits in Südafrika, Sardinien, Schweden und Dänemark international aufgetreten. Francesca war sowohl Dozentin an der Faculty of Music in Cambridge als auch bei verschiedensten von Oundle für Organisten und der RSCM veranstalteten Kursen; und sie hat weitläufig als Orgelbegleiterin, continuo Spielerin, Pianistin, Violinistin und Sängerin aufgeführt. Im Nordosten England ist sie als Orgellehrerin und Aufführende sehr gefragt.

Francescas Debüt Solo CD Bravura wurde 2015 in der Kathedrale von Durham mit Priory Records aufgenommen.

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